Das Bewegungstraining nach Eckart Meyners verfolgt das Ziel, die Beweglichkeit, Koordination und Körperwahrnehmung des Reiters zu verbessern. Denn gutes Reiten beginnt nicht allein mit einer korrekten Hilfengebung, sondern vor allem mit einem ausbalancierten und beweglichen Körper. Der Reiter soll in der Lage sein, sich unabhängig von der Bewegung des Pferdes zu bewegen und gleichzeitig harmonisch mit ihr zu schwingen.
Nicht wahrgenommene Verspannungen können die Einwirkung des Reiters erheblich beeinflussen. Durch gezielte Übungen vor und während des Reitens werden diese Spannungen erkannt und gelöst.
Besondere Bedeutung hat dabei das Becken. Es bildet die Übertragungsstelle der Pferdebewegung auf den menschlichen Körper. Nur wenn das Becken beweglich ist, kann der Reiter den Rhythmus des Pferdes aufnehmen und mitschwingen. In der Folge ist der Reiter in der Lage, sich in der Pferdebewegung zu stabilisieren und fein auf sein Pferd einzuwirken.
Auch die Koordination und das Zusammenspiel der Körperhälften spielen eine zentrale Rolle. Übungen aus dem Bewegungstraining können dabei helfen, die eigene Körperwahrnehmung zu schulen und Unterschiede zwischen der rechten und linken Körperseite wahrzunehmen und auszugleichen. Auch die das Zusammenarbeiten beider Gehirnhälften muss stets neu aktiviert werden.
Das Training nach Eckart Meyners wird häufig durch Übungen ohne Pferd ergänzt. Dazu gehören Gymnastik, Gleichgewichtsübungen oder das Arbeiten mit verschiedenen Tools. Anschließend können die gewonnenen Bewegungserfahrungen direkt beim Reiten umgesetzt werden. So wird der Zusammenhang zwischen Körperbewegung und Einwirkung auf das Pferd unmittelbar erfahrbar.
Das Ziel ist eine harmonische Kommunikation zwischen Reiter und Pferd. Ein beweglicher, koordinierter und ausbalancierter Reiter kann die Bewegungen des Pferdes besser begleiten, störende Einwirkungen reduzieren und feinere Hilfen geben. Das Bewegungstraining nach Eckart Meyners ist deshalb eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Reitunterricht. Wer es einmal gefühlt hat, möchte nicht mehr ohne reiten.


