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Trainer A Reiten
mit Zusatzqualifikation "Reiten als Gesundheitssport"
(Übungsleiter Prävention (DSB))
M. Sc. Pferdewissenschaften
aktive Trakehner Züchterin und Reiterin

Präventiver Gesundheitssport ist die aktive, regelmäßige
systematische körperliche Belastung mit der Absicht, Gesundheit in
all ihren Aspekten physisch und psychosozial zu fördern, zu erhalten
und wiederherzustellen. „Reiten als Gesundheitssport“ ist
Reitunterricht - in der Regel zunächst an der Longe - zu verstehen,
der auf die Gesundheitsförderung, Erhaltung und Steigerung der
allgemeinen Leistungsfähigkeit abzielt.
Der Reitsport wird dabei trotz oder gerade wegen gesundheitlicher
Beeinträchtigung ausgeübt, positive Wirkungsmechanismen wie etwa die
Rückenschule für mehr Beweglichkeit bzw. Muskelaufbau sind ein
erwünschter Nebeneffekt. Reiterliche Vorkenntnisse sind nicht
erforderlich.

Pferde regen Kinder aller Altersstufen auf eine ganz besondere Art und Weise an. Hierbei handelt es sich in erster Linie um einen kindgerechten und spielerischen ersten Kontakt zum Medium Pferd.
Für den Reiterverein Bad Wildungen e. V. wird mit den Kleinsten in der Regel in einer Zweiergruppe gearbeitet, um auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen. In den Stunden soll und kann es nicht um das Reitenlernen gehen, sondern um Bewegungsspiele und -erfahrungen auf und mit den Pferden. Die Kinder sollen Spaß an den Tieren haben.

Der Umgang mit dem Pferd ermöglicht
den Kindern vielfältige Wahrnehmungsmöglichkeiten und befriedigt
deren Bedürfnisse nach Bewegung, dem Getragenwerden, aber auch
Zuwendung und Hautkontakt. Gleichgewichtssinn und Körperwahrnehmung
werden gefördert. Vom Pferd getragen zu werden, vermittelt den
Kindern ein Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit. Dieses
Bewegungserlebnis als Selbsterfahrung tragen zur
Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes bei.

Die Ausbildung des jungen Pferdes folgt der Skala der Ausbildung: Takt und Losgelassenheit sind das Fundament der weiterführenden reiterlichen Arbeit. Alle Pferde werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten vielseitig ausgebildet, dressurmäßige Arbeit, Springgymnastik und das Tummeln im Gelände ergänzen sich gegenseitig. Bodenarbeit, Longieren und Freispringen helfen dem Pferd, Anforderungen zunächst ohne Reiter zu erfüllen.

Hand in Hand mit der Ausbildung des jungen Pferdes geht die Erziehung zur Unerschrockenheit. Auf der Grundlage von Dominanz und Vertrauen werden Pferde aller Altersstufen mit unterschiedlichen visuellen, taktilen und akustischen Reizen konfrontiert. Die Reizintensität wird unter ständiger Belohnung langsam gesteigert, solange das Pferd dem Druck standhält. Schreckhaftigkeit und Lernverhalten sind hierbei von Pferd zu Pferd äußerst individuell.